| Junge Medienschaffende lehnen die Novelle des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags ab |
| Donnerstag, 02. Dezember 2010 um 13:17 Uhr |
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Im nordrhein-westfälischem Landtag findet am 15. oder 16. Dezember 2010 die Abstimmung über die Novelle des Jugendmedienschutz-Staatsvertrages (JMStV) statt. Wir jungen Medienschaffende lehnen die Novelle des JMStV ab.
„Von der Novelle des JMStV sind vor allem junge Journalistinnen und Journalisten betroffen, die eigene Blogs betreiben“, sagt Daniel Bär, Vorsitzender des Vereins „Junge Medienmacher Köln“. „Wenn Nachwuchsjournalisten beispielsweise über die Proteste in Stuttgart, Unfälle in der Region, Tierquälerei oder aber Computerspiele und ihr Hobby berichten und ihre Berichte falsch kennzeichnen, sind Probleme vorprogrammiert.“, fügt Bär hinzu. „Denn es ist fraglich, ob jugendeigene Medien wie Blogs oder Webseiten der Schülerzeitung von der Ausnahmeregelung für „Nachrichtensendungen, Sendungen zum politischen Zeitgeschehen im Rundfunk und vergleichbare Telemedien“ profitieren, wie es der Paragraph 5, Absatz 8 JMStV vorsieht. Können Nachwuchsjournalisten, die selbst meist jünger als 18 Jahre alt sind, wirklich ihre eigenen Beiträge auf Jugendgefährdung und entwicklungsbeeinträchtigende Inhalte überprüfen? „Mit großer Sicherheit können sie das nicht.“, ist der Vorsitzende überzeugt. Seine Webseite nicht zu kategorisieren ist auch kein Weg. Denn nicht-klassifizierte Inhalte werden aller Voraussicht nach von den Filterprogrammen geblockt. „Die Novelle ist weltfremd. Sie hindert junge Medienschaffende beim Veröffentlichen ihrer journalistischen Inhalte und schwächt die Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen“, resümiert Bär. „Daher rufen wir, auch im Interesse der Förderung junger Medienschaffenden, die Kölner Mitglieder des nordrhein-westfälischen Landtages dazu auf, dem neuem Staatsvertrag nicht zuzustimmen.“ |